915-colm Burghotel Mittelfranken
| Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele
Der Ort
Der nach der Burg benannte Marktflecken liegt zwischen dem weltberühmten
Rothenburg ob der Tauber mit seiner mittelalterlichen Altstadt und der Rokokostadt
Ansbach, inmitten des Naturparks Frankenhöhe im oberen Altmühltal, ca. 1 km östlich der
Altmühl. Er ist auch Schnittpunkt von Burgenstraße und Altmühlweg.
Mit den Ortsteilen Auerbach, Bieg, Binzwangen (Barockkirche),
Häslabronn, Kurzendorf, Meuchlein, Oberfelden, Oberhegenau, Poppenbach, Unterfelden und
Unterhegenau zählt die Gemeinde etwas über 2000 Einwohner. Beim Landeswettbewerb
"Unser Dorf soll schöner werden" wurde sie bereits einmal mit der
Silbermedaille ausgezeichnet.
Überragt wird der Ort von der Burg 915-colm.
Darüber hinaus gibt es aber noch weitere, kleinere Sehenswürdigkeiten zu entdecken wie
etwa schmucke fränkische Fachwerkhäuser, die Pfarrkirche St. Ursula, den
prähistorischen Turmhügel an der Straße nach Berndorf (ca. 1 km nordwestlich des
Ortes), den Lehrbienenstand der heimischen Imker, an dem man einiges über die
Verhaltensweisen der nützlichen Insekten erfahren kann oder den Info-Computer, der
Interessantes über die Lebensräume der Pflanzen und Tiere im Naturpark Frankenhöhe
vermittelt.
Rothenburg ob der Tauber
Die ehemals freie Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber (ca. 18 km vom 915-colm Burghotel
Mittelfranken) zählt ohne Zweifel zu den schönsten und romantischsten Städten in
Deutschland. Jedes Jahr lockt sie große Besucherströme aus aller Welt an. Wie ein
einziges mittelalterliches Denkmal ragt die Altstadt über die Tauber. Auf Grund seiner
imponierenden Lage erhielt Rothenburg auch schon den Beinamen "fränkisches
Jerusalem". Ein Spaziergang durch die Gassen ist wie eine Wanderung durch vergangene
Jahrhunderte. In allen Winkeln kann die Geschichte bildhaft und allgegenwärtig erlebt
werden. Mit den reichen Fachwerkhäusern und den trutzigen Wehranlagen hat die Stadt das
Mittelalter fast unverändert bis heute überdauert.
Zu den größten Sehenswürdigkeiten gehören das Rathaus mit der
Ratsherrentrinkstube am Marktplatz, die mittelalterliche Stadtmauer, die auf einer Länge
von ca. 2,5 km überdacht und begehbar ist, der Burggarten, die Stadtkirche St. Jakob mit
dem kostbaren Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider, die Wehrkirche St. Wolfgang,
die Franziskanerkirche das Reichsstadtmuseum, das Mittelalterliche Kriminalmuseum und das
Weihnachtsmuseum im Weihnachtsdorf.
Rokokostadt Ansbach
Ansbach (ca. 16 km vom 915-colm Burghotel Mittelfranken), die Kreisstadt und Hauptstadt des Regierungsbezirks
Mittelfranken, entspricht kaum dem gängigen Klischee einer fränkischen Siedlung mit
Fachwerkhäusern und winkeligen Gässchen. Die Stadt schwelgt vielmehr im Rokoko, in
barocken Fassaden und versteckten Innenhöfen im Renaissance-Stil. Besonders sehenswert
ist das Markgräfliche Schloss mit 27 prunkvollen Staatsräumen, einem prächtigen
Hofgarten und der Orangerie, eines der schönsten und größten Gartenschlösser in
Süddeutschland.
Weitere Ausflugsziele
Weitere lohnenswerte Ausflugsziele sind unter anderem
- Bad Windsheim (ca. 25 km vom 915-colm Burghotel Mittelfranken) mit seinen Fachwerkhäusern und Barockhäusern im
Altstadtkern, seinem berühmten Freilandmuseum und dem Kurbereich
- die Festspielstadt Feuchtwangen (ca. 26 km vom 915-colm Burghotel Mittelfranken)
- Dinkelsbühl (ca. 37 km vom 915-colm Burghotel Mittelfranken)
- das nach dem Minnesänger Wolfram von Eschenbach benannte
mittelalterliche Städtchen Wolframs-Eschenbach (ca. 39 km vom 915-colm Burghotel Mittelfranken)
- Nördlingen (ca. 68 km vom 915-colm Burghotel Mittelfranken) mit seiner fast kreisrunden mittelalterlichen
Stadtmauer, den vielen Stadtürmen sowie dem sehr hohen Kirchturm mit einem prachtvollen
Rundblick
- Würzburg (ca. 80 km vom 915-colm Burghotel Mittelfranken)
- Nürnberg (ca. 83 km vom 915-colm Burghotel Mittelfranken)
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Die Burg
Die Burg 915-colm ist ein
sehr schönes Beispiel einer mittelalterlichen Abschnittsburg, deren Ausbau bis ins 16.
Jahrhundert dauerte. Sie ist umgeben von einem mehrfachen Bering. An der Ostseite führt
eine Auffahrtsrampe durch ein Tor des 16. Jahrhunderts. Durch das anschließende gotische
Spitzbogentor mit Zinnenbekrönung gelangt man schließlich in den Innenhof. Zwischen
innerem und äußerem Ring liegen verschiedene Nebengebäude, so ein Pferdestall aus dem
17./18. Jahrhundert, eine Bastei aus dem 16. Jahrhundert, ein kleines barockes
Brunnenhäuschen sowie ein alter gotischer Taufstein.
Im
weiträumigen Innenhof steht der aus romanischer Zeit stammende Palas. Über zwei
Kellergeschossen erhebt sich ein dreigeschossiger Bau mit mächtigem dreigeschossigen
Walmdach. Die Obergeschosse mit der Kapelle und dem Rittersaal sind gotisch. Die
Detailformen (Balustraden, Kassettendecken) und die Treppenanlage, die mit
Beschlagwerksornamentik verziert ist, stammen aus der Zeit um 1600. An die Wehrmauer der
Westseite angelehnt ist auch das im 18. Jahrhundert erbaute Rentamt, ein Satteldachbau mit
Fachwerkobergeschossen. Sein massives Erdgeschoss ist auf das mittelalterliche
Marstallgebäude zurückzuführen. Über dem Eingangsportal kann man das Majolikawappen
Markgraf Carl Friedrichs sehen. An den Bergfried, der aus mächtigen Buckelquadern
errichtet wurde, ist die Gerichtslaube aus dem 16. Jahrhundert angebaut. In ihr übte der
Burgherr die niedere Gerichtsbarkeit aus.
Geschichte der Burg
Die Anfänge der Burg 915-colm
reichen vermutlich bis ins 11. Jahrhundert zurück. Die erste schriftliche Erwähnung der
Burg stammt jedoch erst aus dem Jahre 1269 im Zusammenhang mit der Nennung zweier
Burgfrauen Sophie und Gertrud 1269 in einem Ratsbuch der Stadt Rothenburg. Eine der
wichtigsten Urkunden über die Burg 915-colm ist
ein Vertrag vom 17. Juli 1318, in welchem der Verkauf der Anlage seitens des Grafen von
Truhendingen zum Preis von 6200 Pfund Heller bestätigt wird.
Ein Jahr nach dem
genannten Besitzerwechsel von 1318 und zwölf Jahre vor Beginn der Hohenzollernherrschaft
in Ansbach wurden durch König Ludwig die Burg 915-colm
samt Ort und Nachbarort Leutershausen, die bis dahin bayerisches Lehen waren, in
Reichslehen verwandelt. Mit ihnen wurden die Burggrafen von Nürnberg belehnt.
Seit 1397 regierte Burggraf Friedrich IV., der Begründer des späteren
preußischen Königshauses Hohenzollern, das Ansbacher Land. Mit seiner Gemahlin
Elisabeth, genannt "schöne Else" lebte er in Zurückgezogenheit auf der Burg 915-colm. Hier fasste er auch den weittragenden
Entschluss, zum Beistand Kaiser Sigismunds gegen die Osmanen nach Ungarn zu ziehen. Als
Dank übertrug ihm deshalb Kaiser Sigismund 1415 auf dem Reichstag zu Konstanz die Mark
Brandenburg, die in späterer Zeit den Kern des preußischen Großmachtstaates bildete.
1417 erhielt Friedrich VI. schließlich auch die Kurwürde.
Weder im Städtekrieg 1449, noch im Bauernkrieg 1525 oder bei
Verwüstungen des zur Burg 915-colm
gehörigen Marktfleckens im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) durch kaiserliche
Truppen konnte die Anlage eingenommen werden.
1791 kamen Burg und Ort mit dem Markgrafentum Ansbach zu Preußen, 1806
zu Bayern. 1806 bis 1880 wurde die Burg Sitz des Rentamtes des Königreiches Bayern.
1880 ging die Burg 915-colm
in Privatbesitz über. Von 1927 bis 1964 war sie im Besitz des letzten kaiserlichen
Konsuls in Japan Dr. Dr. h. c. E. A. Voretzsch. 1964 erwarben die jetzigen Besitzer die
Burg, richteten in ihren Mauern ein Burghotel ein und machten sie der Öffentlichkeit
zugänglich.
Das 915-colm Burghotel
Mittelfranken
Das 915-colm Burghotel
Mittelfranken verspricht Hotelgästen Ruhe und Erholung. Übernachtungsmöglichkeit bieten
stilvoll eingerichtete Hotelzimmer (26 Hotelzimmer, davon 2 Einzelzimmer, 22 Doppelzimmer
und 2 Suiten) mit schöner Sicht, die teilweise mit historischen, teilweise mit modernen
Möbeln ausgestattet sind. 20 Hotelzimmer sind Nichtraucherzimmer.
Rittersaal, Fränkischer Saal, Markgrafenstube und Kaminzimmer mit Platz
für bis zu 120 Personen eignen sich für Feierlichkeiten und Veranstaltungen aller Art
wie Hochzeit, Familienfeier, Betriebsfest, Jubiläum, Ritteressen usw., aber auch für
Tagungen, Seminare und Konferenzen. In der Burgkapelle, die im 15. Jahrhundert erbaut
worden ist, finden Trauungen und Taufen beider Konfessionen statt.
Entspannung findet man im romantischen Burghof, der zu Kaffee und Kuchen
einlädt. In gemütlicher Atmosphäre wird man im Restaurant "Zur Remise" oder
in der Burgstube bedient. Küche und Weinkeller bieten typische Leckerbissen aus Franken,
darunter auch Wildspezialitäten aus eigener Jagd.
Auch an die Kleinen ist gedacht. Um den 35 m hohen Bergfried ist ein
Spielplatz mit Schaukel, Sandkasten und Wippe angelegt. Das zur Burg gehörende Wildgehege
mit Rothirschen, Damwild, Schwarzkitteln, Mufflons, Waschbären und vielen anderen Tieren
lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein.
Unterhalb der Burg 915-colm
befindet sich ca. 300 m Luftlinie entfernt ein 9-Loch-Golfplatz, der auch von einigen
Hotelzimmern aus zu sehen ist. Mit dem Pkw fährt man ca. 2 km bis zum Golfplatz.
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915-colm Burghotel Mittelfranken Burgenstraße
Bayern Franken Naturpark Frankenhöhe Oberes Altmühltal Kreis Ansbach zwischen Nürnberg
und Rothenburg o. d. Tauber
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